Dürer-Apotheke

Diabetes

Diabetes mellitus kann man ganz allgemein als chronische Glucosestoffwechselstörung mit ständig über dem Normbereich liegenden Blutzuckerwerten (80-120 mg/dl bzw. 4,4-6,7 mmol/l) definieren.
Mit einer Häufigkeit von ca. 5% in der Gesamtbevölkerung darf man Diabetes mellitus durchaus als Volkskrankheit bezeichnen.

Für Kapillarblut (Finger/Ohrläppchen) gelten etwa folgende Blutgrenzwerte:

1) stoffwechselgesund Nüchternblutzucker
nach dem Essen (~ 2h)
< 100 mg/dl
< 140 mg/dl
2) manifester Diabetes Nüchternblutzucker
nach dem Essen (~ 2h)
> 120 mg/dl
> 200 mg/dl
3) Dazwischen liegen Bereiche, die einer gestörten Glucosetoleranz zugeschrieben werden.

Der Nüchternblutzucker allein ist relativ wenig aussagekräftig. Bei Diabetikern steigt der Blutzucker nach den Mahlzeiten (postprandial) wesentlich extremer an als bei Stoffwechselgesunden und es werden die Ausgangswerte nur noch mit erheblicher Verzögerung oder gar nicht mehr erreicht.

Die Bestimmung des Blutzuckerwertes stellt eine Momentaufnahme dar, während man mit dem HbA1c-Wert eine Aussage über die Blutzuckereinstellung der letzten 8 bis 12 Wochen treffen kann. Er sollte idealerweise bei weniger als 6,5 % liegen. Als Grenzwert gelten 7,5 %.

 


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